1. Buch
How i met Lilli
How I met Lilli
Inspiration
Für Lilli.
Immer.
„Nicht Worte sollen wir lesen, sondern den Menschen den wir hinter den Worten fühlen.“ -Samuel Butler
Vorwort
„Liebe Lilli, ich schreibe dir dieses Buch nicht aus Verzweiflung, sondern weil ich dir noch etwas schulde. Du hast mir gezeigt, dass man alles im Leben erreichen kann, wenn man nur fest daran glaubt und das Schicksal ein klein wenig anstubst. Du weckst in mir ein Gefühl das noch bei keinem anderen Menschen zum Vorschein kam. Als ich dich das erste Mal sah, wusste ich, dass DU die Eine bist. Des Weiteren schulde ich dir noch so viele Antworten auf deine offenen Fragen. Deshalb werde ich dir nun meine Welt offenbaren, wie ich es noch nie zuvor jemandem gezeigt habe. Als Dank dafür, dass du mir einen der schönsten Tage meines Lebens geschenkt hast. Wie schön dieser Tag auch war, ich werde niemals abstreiten, das ich an diesem Tag den größten Fehler meines Lebens gemacht habe. Und zwar das ich dich nicht so behandelt habe, wie du es verdienst. Dieses Gefühl in mir, welches ich gerade empfinde…. unbeschreiblich. Mein Magen dreht sich um wenn ich daran denken muss, dass ich dich verloren habe. Heute war einer der schlimmsten Tage meines Lebens, da keine Sekunde verging, ohne an dich zu denken. Ich schreibe dir dieses Buch mit Tränen in den Augen. Jede Träne für jeden Moment in dem du mich zum Lachen gebracht hast. Und das waren gewiss viele. Damit du keine Zweifel mehr hast wer ich bin, werde ich dir nun Alles anvertrauen.
Mein Name ist Oliver und wurde am 20.08.1989 in Mainz im Vincenz-Krankenhaus geboren. Als Sternzeichen bin ich Löwe. Da ich als Frühchen schon im Bauch meiner Mutter randalierte, und so schnell wie möglich das Tageslicht dieser Welt erblicken wollte, verlief meine Geburt leider nicht so reibungslos wie geplant. Da ich selbst für ein Frühchen sehr klein und schwach war, bangten die Ärzte und meine Familie sehr um mich. Jedoch erwies sich mein Wille zu leben als äußerst ausgeprägt. Und so fing mein Leben an. Ich wohne schon mein ganzes Leben in dem idyllischen Nieder-Olm was am Anfang dieser Geschichte nicht der Hauch einer Stadt war, so wie es heute glänzt. Ich erinnere mich an meinen ersten Tag im Kindergarten, als meine Mutter mich über die Türschwelle brachte, mir einen Kuss auf die Backe gab und mir sagte, dass sie mich später wieder abholen würde. Bis ich realisierte, das sie mich für einen ganzen Tag in diesem Gefängnis voller anderer Kinder und seltsam sprechenden großen Menschen alleine ließ, war sie schon auf halber Höhe der Straße angelangt, an dem ihr Auto parkte. Ich habe natürlich geheult wie ein Schlosshund. Nach dem ersten Tag voller tränenden Augen und einer heiseren Kehle war ich glücklich wieder zuhause zu sein, denn dort wartete meine bester Freund: Charly. Charly war eine Mischung aus Labrador und Schäferhund. Wir holten ihn uns zu meinem fünften Lebensjahr. Er begleitete mich sehr viele schöne Jahre. Wenn ich traurig war, leckte er mir mit seiner großen schlabberigen Zunge über das Gesicht, um auch noch die letzte Träne die meine kleinen Kullerbäckchen runterlief zu erwischen. Nun kennst du meinen treuen Begleiter aus meiner Kindheit. Die besondere Art die ich manchmal an den Tag lege, begleitet mich schon mein ganzes Leben lang. Ich erinnere mich daran, als meine Mutter mich vom Kindergarten abholte( der sich dann doch nicht als so schlimm erwies), das diese und meine kindische Neugierde Alles auszuprobieren mich in eine missliche Lage brachte. Es war Mittag, die Kinder wurden von ihren Eltern abgeholt. Unser Auto stand an seinem üblichen Platz. Da meine Mutter sich noch mit einem der Kindergärtner unterhielt, packte ich meine Action-Man Brotbox in den Rucksack und schnallte mir die Riemen auf den Rücken um mich auf den Weg zum Auto zu machen. Am Auto angekommen, drehte ich mich zu meiner Mutter um, jedoch war diese noch im Gespräch. Mir fiel auf, dass ich nun ganz alleine vor dem Auto stand. Langsam drehte ich meinen Kopf nach links, dann nach rechts, um mich zu vergewissern das ich auch wirklich alleine war. Tausend Gedanken schossen mir durch den Kopf was ich wohl jetzt Aufregendes erleben könnte. Fragend regte ich meinen Kopf nach oben. Ein breites Grinsen musterte mein Gesicht, mit dem Gedanken spielend einmal auf ein Auto zu klettern. Mühsam und schnaufend kletterte ich auf die Motorhaube, direkt weiter rauf auf das Dach des Fahrzeugs. Auf allen Vieren lag ich nun auf diesem riesigen, roten Dach. Langsam drückte ich mich nach oben um mich aufrichten zu können. Dort stand ich nun. Ein kleiner Junge der auf einem Auto stand. Der Blick nach unten ließ mich in dem Glauben als würde ich auf einem Wolkenkratzer stehen. Hoch oben auf dem Rand , mit einer tiefen langen Schlucht nach unten, die alles sichtbare Leben in einem dicken grauen Wolkennebel verschluckte. Ja, die Fantasie von Kindern ist unendlich groß und so leicht zu beeinträchtigen. Hoch oben auf diesem Thron fühlte ich mich als wäre ich der König der Welt. Zudem nicht genug fing ich an auf dem Auto herumzuspringen, um dem Himmel noch ein Stück näher zu kommen. Laut krachend zuckte das Blech jedes Mal zusammen als ich sprang, zugleich federte es mich wie eine Art Trampolin geradezu in die Luft. In der Ferne hörte ich eine Stimme rufen die immer näher kam. Es war meine Mutter und sie war stinkwütend das ich wie ein Wahnsinniger auf ihrem Auto rumsprang. Da ich wusste das ich etwas falsch gemacht habe, bring mir Nichts anderes übrig als wieder in Tränen auszubrechen. Zu dieser Zeit wohnten wir in der Nähe von Mainz, einem kleinen gemütlichem Haus an das ich mich gerne zurück erinnere. Es besaß einen Keller der durch ein Gitter (wahrscheinlich wegen Charly und mir) abgetrennt war, sodass man nicht so leicht die Treppe runterfiel. Abgesehen von dem großen Waschraum und einer Abstellkammer hatte unser Keller noch ein großes Zimmer in dem mein Vater seine Modelleisenbahnen aufbewahrte. Er hatte eine kleine Landschaft erbaut, die das perfekte Zusammenspiel von Natur und Menschheit wiederspiegelte. Ich liebte es mit den Zügen zu spielen, doch da es nur Modelle waren und nicht für den Spieltrieb eines kleinen Jungen geeignet war, ging auch mal die ein oder andere Lock kaputt. Unser Haus besaß außerdem einen großen Dachboden indem sich das Schlafzimmer meiner Eltern befand. Ich erinnere mich noch als ich eines Abends Angst hatte, sodass ich mich auf die Treppe setzte und anfing zu weinen. Den Gang nach oben zu urteilen musste sich das vermutlich wie Katzengejammer angehört haben. Jedoch war es laut genug, um meine Mutter aufzuwecken sodass sie mich mit in ihr Bett nahm. Einen Großteil meiner Freizeit verbrachte ich damit mit Legos zu spielen. Ich habe es genossen, Dinge auseinander und wieder zusammenzubauen. Ich werde darauf bestehen müssen, dass meine Kinder die Wahl haben mit Legos zu spielen. Außerdem bereitete es mir sehr viel Spaß meine Bettdecke an der Bettkante zu befestigen, sodass ich den unteren Teil meines Hochbetts in eine Höhle verwandelte. Meine ältere Schwester ist ein weiterer Bestandteil meines Lebens die mich durch dick und dünn begleitet. Ob sie mir ein Pflaster auf eine Wunde klebt, die ich mir beim herumtollen zuzog, oder mit mir schimpfte weil ich wieder auf dem Hund reiten wollte, ich kann mir keine bessere große Schwester vorstellen. Neben unserem Haus befand sich ein Spielplatz den ich und meine Freunde immer als den Abenteuerspielplatz bezeichneten, auf dem ich auch sehr viele Stunden meiner Kindheit verbrachte. Der Spielplatz war schon etwas Besonderes. Er war sehr groß, besaß einen Outdoor-Tennisplatz(ohne Netz), zwei verschiedene Wippen, ein Holzhäuschen, ein riesiges Meer aus Sand, eine Seilbahn und ein Toilettenhäuschen. Das Toilettenhäuschen war immer sehr düster und roch bestialisch nach Undefinierbarem. Ich erinnere mich nicht daran, dass jemals das Licht in dieser keimverseuchten Todeszelle funktionierte. Der große Sandbereich des Spielplatzes hatte zwei längliche Tunnel die jedoch nicht mehr als ein guter Ort zum Verstecken oder ein überdimensionales Katzenklo zu bieten hatte. Hinter dem Tennisplatz der von drei Seiten mit einem riesigen stählernen Gerüst eingezäunt war, befand sich ein Meer aus Sträuchern, Bäumen und sonstigen Pflanzen die unsere Fantasie auf die Probe stelle, auf das wie uns vorstellten im tiefsten Urwald zu sein. Am hinteren Ausgang des Spielplatzes führte die Straße zu großen Mehrfamilienhäusern die die grüne Atmosphäre des Spielplatzes durch ihre kalte Betonausstrahlung zerstörten. Der Ausgang war mit Schotter gebettet und herbergte zur linken Hand eine Straße aus Garagen. Meine Mutter verbot mir oft den Spielplatz zum hinteren Ausgang zu verlassen, aufgrund des Verkehrs der auf der Anliegerstraße herrschte, und dem schlechten Umgang mit Kindern die in den Mehrfamilienhäusern wohnten. Ich erinnere mich, dass ich mit diesen einmal meinen Nachmittag verbrachte und wie es kommen musste, stellten wir nur Blödsinn an. Wir tummelten uns um die Garagen da wir Glück hatten und eine von ihnen offen war. Da ich der jüngste der Gruppe war, war ich natürlich auch am leichtesten zu beeinflussen. Die Jungs spielten mit dem Gedanken die Garage zu schließen mit Hilfe des orangenen Plastikgriffes der an einer kurzen mit Öl und Schmutz überzogenen Kordel aus der Garagentordecke hing. Gewiss war keiner von uns groß genug um diesen orangenen Knauf, der von unten noch weiter weg erschien, fähig, ihn aus dem Stand zu erreichen. Nach mehreren Versuchen den Griff zu greifen, nahm ich Anlauf und sprang. Der Griff kam näher, ja sogar in die Reichweite meiner kleinen Arme. Mit beiden Armen schoss ich auf mein Ziel zu, packte den Griff so fest ich konnte und versuchte mein ganzes Gewicht nach unten zu verlagern. Es folgte ein lautes Rattern und Scheppern des Garagentors, welches schreiend aus seiner schlafenden Position schoss und das Maul dieses Monsters mit einem lauten Knall versiegelte. Das Tor war zu, ich hatte es geschafft. Mein innerer Siegesruhm hielt jedoch nicht lange an, denn schnell bemerkten wir, dass sich noch jemand der Gruppe in der Garage befand als diese ihn mit totaler Dunkelheit und einer großen Staubwolke verschluckte. Wir stellten fest, dass sich das Tor nicht mehr öffnen ließ. Ich glaube der Arme war über eine Stunde in der Garage bis ein Anwohner auf uns aufmerksam wurde und uns die Garage wieder aufschloss. Meine Grundschulzeit war schön, ich erinnere mich gerne an sie. Unser Pausenhof war groß und mit sämtlichen Dingen ausgerüstet die ein Kind liebt. Sitzbänke, eine Tischtennisplatte, eine Schwebebalken, ein Klettergerüst das die Form einer Mischung des Eiffelturms und einem Spinnennetz hatte, sowie einem riesigen Berg auf dem ein kleines zierliches Haus aus Holz stand. Aus ihm ragte eine Rutsche nach unten die von oben aussah, als würde sie in die Unendlichkeit verlaufen. Ich rutschte jeden Tag, egal ob bei Regen oder Schnee, ob vorwärts oder rückwärts, alleine oder zusammen mit meinen Freunden. Der Kick als man mit so viel Geschwindigkeit diese lange silberne Rutsche runterschoss und der Wind einem jedes Mal ins Gesicht peitschte, war unbeschreiblich. Meine Hosen waren dort allerdings anderer Ansicht. In der Pause spielten wir oft Fangen, dies gefiel mir da ich für mein Alter besonders schnell mit meinen kleinen Beinen unterwegs war. Im Verlauf der Zeit änderte sich jedoch der Ablauf der Pausen und zwar in ein Rudel aufgebrachter Kinder die sich über nichts Anderes mehr unterhielten als Pokémon. Das Tauschen und Sammeln der Karten dieser japanischen Zeichentrickserie war zu meiner Zeit ein großer Hype. Hinzukam das Spielen mit Gogos, kleine Plastikfiguren die man auf unterschiedliche Weise aneinander wirft, sodass diese möglichst aufrecht stehen bleiben. Wenn ich mich jetzt daran erinnere, war der Sinn dieses Spiels sehr fraglich, aber um ein Kind zu beeindrucken, vermag es wenig. Die Grundschulzeit war wie gesagt eine sehr schöne Zeit da mir dort das Lesen und Schreiben beigebracht wurde. Ich konnte ziemlich früh lesen, da es mir sehr leicht fiel. Die Buchstaben schienen durch meine Augen in meinen Kopf zu fließen und dual wieder aus meinem Mund herauszuströmen. Jedoch war ich nicht der Zahlenmensch. Zahlen kamen mit stumpf, kalt und langweilig vor und es machte mir nicht besonders viel Spaß die Subtraktion oder das kleine 1x1 zu lernen. Die Zeit verging und ich kam in die Phase in der ich mich für das andere Geschlecht anfing zu interessieren. Jedoch fiel es mir nicht leicht die Aufmerksamkeit auf mich zu lenken da ich nicht gerade die Idealbesetzung eines Adonis verkörperte. Meine nächstmögliche Schauspielerbesetzung wäre wohl dem Michelin Männchen am Nahesten gekommen. Ich aß für mein Leben gern und tue es heute noch. Die Menschen wundern sich wie viel in so jemanden wie mich reinpasst. Der Spitzname Raupe Nimmersatt der mir des Öfteren zugetragen wurde, nahm Gestalt an. Schon als Baby gab mir meine Mutter mehr als 8 Flaschen Milch am Tag worauf unser Kinderarzt immer mit ihr schimpfte. Als Baby war ich jedoch sehr ruhig, solange ich meine Milch hatte, sah ich es nicht für notwendig das Trommelfell meiner Mitmenschen durch lautes Gebrüll zu belasten.
Nach der Grundschulzeit ging ich auf das Gymnasium in Nieder-Olm. Die fremden Gesichter, die neuen, kalten Säle des Gebäudes war eine neue Welt die erst noch von mir erkundet werden musste. Jedoch gab mir diese Welt ein Geschenk. Meine erste Liebe. Leider verlief es nicht besonders gut für mich, denn die einzige Möglichkeit sie zu beeindrucken war, das ich schneller einen Berg runterrollen konnte als ein LKW Reifen. Jedoch ging sie mir nicht aus dem Kopf. Eines Tages raffte ich mich zusammen und schrieb ihr einen Liebesbrief. Ich beendete ihn mit dem typischen Anonymus: Dein heimlicher Verehrer. Die Englischstunde endete, es schellte die Pausenglocke. Ich wartete bis die meisten Schüler den Klassensaal verließen, schlich mich an ihren Sitzplatz und suchte einen geeigneten Ort um den Brief zu deponieren, sodass nur sie ihn las. Ich hielt ihr Englisch-Arbeitsheft für die geeignetste Stelle. Hektisch blätterte ich das Heft auf, um so schnell wie möglich auf die letzte Seite zu gelangen. Ich legte den Brief zwischen Einband und die letzte Seite und versuchte ihre Schulunterlagen so zu verlassen, dass sie keinen Verdacht schöpfte. Am Ende der Pause wenn sie ihr Heft in den Ranzen packt, musste der Brief einfach rausfallen. Mit mulmigem Gefühl machte ich mich auf den Weg in die Pause. Mir kam es vor, als würde eine höhere Kraft das Rad der Zeit anhalten, sodass sich die Pause unendlich lang zog. Endlich schellte die Schulglocke erneut. Ich konnte mir kein Bild davon machen was gleich passieren würde. Würde sie den Brief überhaupt sehen? Was ist wenn sie ihn liest und direkt sieht, dass er von mir ist? Würde sie mich an den Pranger der Schule stellen? Muss ich umziehen? Tausend verschiedene Szenarien spielten sich vor meinem inneren Auge ab. Leider kann ich mich nicht an die Worte in dem Brief erinnern aber da es mir nie schwer fiel gewählt zu formulieren, gehe ich jetzt einfach von einem schönen Text aus dem man einen Mädchen schreibt das man gerne hat. Die Schüler betraten den Klassensaal. Fünf Minuten bis zum zweiten Klingeln, fünf Minuten bis der Lehrer kam. Fünf Minuten. Es ging los, der Klassensaal füllte sich nur so aus Schülern mit einer Traube aus Kindern die alle gleichzeitig versuchten sich durch die Tür zu pressen. Meine Augen wanderten zu ihr, wartend auf ihre nächste Aktion. Der Lärm der anderen Schüler drückte mir wie ein Presslufthammer ins Gehör als ich versuchte mich auf sie zu konzentrieren. Meine Augen verformten sich zu einem dünnen Schlitz der nur noch einen fixierten Punkt zuließ. Doch es half nichts, ich war zu aufgeregt. Was ist wenn mich jemand dabei sieht wie ich sie die ganze Zeit anstarre? Als würde man meinen Hintern brandmarken wollen, sprang ich auf und versuchte mir ein geeignetes Versteck zu suchen von dem ich sie sicher beobachten konnte. Die Tür des Klassensaals war geöffnet, draußen hörte man die undefinierbaren Schreie, die Jugendliche so von sich geben. Ich ging raus um mir einen klaren Kopf zu verschaffen und da fiel es mir auf. Die Tür bot einen perfekten Schutz. Ich presste mich an die Tür und versuchte sie möglichst schnell ausfindig zu machen, dann sah ich es. Sie las ein einzelnes geknicktes Blatt, welches mein Brief war. Mein Herz fing an zu galoppieren. In Gedanken sah ich mich schon wieder das Land verlassen bis sich plötzlich etwas in ihrem Gesicht regte. Sie lächelte. Unglücklicherweise wurde nie etwas Festes draus. Die Jahre vergingen, währenddessen zogen wir in ein größeres Haus in Nieder-Olm. Ein guter Freund der mir jetzt half war die Pubertät. Meine Männerbrüste mit denen ich ein A-Körbchen hätte füllen können, entwickelten sich zurück. Meine helle Stimme verwandelte sich in ein tiefes Donnern das jede Schlacht anführen konnte. So fühlte es sich zu mindestens an. Mein Körper schoss in die Höhe, verlor überflüssiges Fett und begann mich mit Muskeln zu stählern. Aus mir wurde ein ansehnlicher junger Mann der nun die Aufmerksamkeit der Frauenwelt auf sich lenken konnte. Jedoch musste ich noch durch viele Tiefen gehen um zu dem Mann zu werden der hier schreibt. Nach drei meiner Beziehungen, traf ich einen Menschen der mir sehr viel bedeutete. Ein Mädchen das ich durch Bekannte kennenlernte und mit mir dieselbe Schule besuchte. Sie war die Person, in die mich zum ersten Mal richtig verliebte. Wir trafen uns und telefonierten viel miteinander. Ich musste sehr lange kämpfen bis sie mich schließlich zum Freund nahm. Nachdem sie die Schule beendete, begann sie eine Ausbildung, ebenfalls in Nieder-Olm. Ich holte sie von der Arbeit ab, da wir die Abende bei mir verbrachten. Oft kauften wir uns Süßigkeiten, liehen uns einen Film aus und machten es uns auf meinem Bett gemütlich. Natürlich unternahmen wir auch andere Dinge wie zum Beispiel Schwimmen gehen, oder Ausflüge mit der Familie aber im Grunde genommen lief es jeden zweiten Tag nur auf das Eine raus. So verging über ein Jahr, mit dem Gedanken abgefunden, jedoch war ich immer noch sehr in sie verliebt. Die Zeit jedoch arbeitete gegen uns. Sie konnte das nicht mehr und beendete unsere Beziehung die jede Facebook Trennung in den Schatten stellen würde. Per ICQ schickte sie mir die Worte: Game Over Baby. Ich war mit den Nerven am Ende und hoffte auf die Zeit, dass diese sie wieder zur Vernunft brachte. Wie es der Zufall wollte, begegneten wir uns einen Monat später auf einem Geburtstag wieder. Am Ende des Abends traf ich sie draußen, wartend auf ihren Bus. Es regnete. Es regnete wie aus Strömen als würde die Welt untergehen. Ich ging zu ihr rüber und nahm sie in den Arm. Ich setzte meine Stirn an ihre, damit sie mich besser hörte. Trotz des vielen Regens spürte ich wie warme Tränen meine Wange runterliefen. Der Regen prasselte nur so auf uns ein, bildete ein Meer aus Wassertropfen die um uns einschlugen und mit lautem Plätschern auf dem Boden zerschellten. Es wurde kälter. Doch es war mir egal denn sie war bei mir. Ich neigte meinen Kopf zu ihr und flüsterte ihr ins Ohr: „Ich würde nicht für dich kämpfen…..Ich würde für dich sterben.“ Doch sie konnte es nicht. Sie löste ihren Griff, ließ mich los, drehte sich um und stieg in den Bus der die Bushaltestelle erreichte. Dieser Augenblick veränderte mein Leben. Mir wurde klar, dass es keinen größeren Schmerz gibt, als seelisch verletzt zu werden. Ich kann dir nicht sagen wie lange ich an sie denken musste da ich jegliches Zeitgefühl verlor und mir es wie eine Ewigkeit vorkam. So viele Male betete ich zu Gott, dass er sie mich vergessen lässt. Tage…..Wochen…..Monate und Jahre vergingen bis ich wieder fähig war zu lieben. Diese lange Talfahrt machte mich zu einem Menschen der seine aufgestauten Gefühle nicht weitergeben konnte, aus Angst jemals wieder so verletzt zu werden. Ohne diese Schmerzen hätte ich jedoch niemals so viel dazugelernt und könnte jetzt nicht die Einstellung an den heutigen Tag legen. Und zwar die Wertschätzung eines Menschen. Eines Menschen der mich zum Lachen bringt und mich alles Andere vergessen lässt. Nachdem die Schule beendet war, hatte ich die Wahl zwischen Zivildienst und Bundeswehr. Anfangs sträubte ich mich gegen den Gedanken mich anschreien zu lassen sowie durch Dreck zu kriechen. Jedoch bereue ich keine Sekunde meiner Entscheidung. Am Anfang meiner Grundausbildung bestand der Tag darin, sich anschreien zu lassen, aus sinnlosen Gründe dutzende Liegestütze zu bewältigen und jede freie Minute damit zu verbringen sein Zimmer, beziehungsweise seine Stube zu putzen. Ich teilte mir mein Zimmer mit fünf anderen Kameraden die mir alle mehr oder weniger ans Herz wuchsen. Ein Russe, ein Franzose, ein Schweitzer und zwei Deutsche. Das typische Klischee. Nachdem dem wir uns alle an den Alltag gewöhnten, fiel es uns nur noch mit einer Sache schwer umzugehen. Unser Stubenkamerad der gerade mal siebzehn Jahre alt war, beugte sich oft gegen die Gemeinschaft auf indem er sich weigerte zu putzen oder indem er uns keinen Respekt zollte. Schnell wurde der ganze Zug, der cirka aus 50 Soldaten bestand auf ihn aufmerksam. Eines Abends versammelten sich zwanzig meiner Kameraden in unserer Stube und forderten ihn auf seinen Spind aufzuräumen. Der Zweck davon war, dass er sich reinsetzen sollte. Natürlich hatte er keine andere Wahl als in den Spind zu klettern und mit anhören zu müssen wie vor ihm der Schlüssel des Schlosses seiner Tätigkeit nachging. Ich meine er saß zwei Stunden in dem Spind bis wir auf einmal eine laute, grollende Stimme aus dem Gang wahrnahmen. Es war unser Ausbilder der uns wutentbrannt alle auf dem Gang zum Antreten aufforderte. Und zwar hatten wir einen entscheidenden Fehler gemacht. Unser geliebter Kamerad hatte sein Handy mit im Spind und rief währenddessen seine Mutter an. Diese rief in der Kaserne an und so nahm es seinen Lauf. Da dies alles gegen Abend verlief und der Feierabend schon angebrochen war, standen nun auch viele in Boxershorts oder Zivilkleidung auf dem Gang. Brüllend wurden wir dazu getrieben sofort unseren Rucksack zu in voller Marschausrüstung zu packen. Vollgepackt wiegt er um die fünfzehn Kilogramm. Nach ein paar Minuten standen wir wieder alle auf dem Gang mit dem Rucksack auf dem Rücken geschnallt. Ich kann dir nicht sagen wie viele Liegestütze wir machen mussten oder wie lange wir an der Wand mit angewinkelten Beinen sitzen mussten. Ich weiß nur noch, dass ich buchstäblich ins Bett kroch da alle meine Gliedmaßen dermaßen ausgelastet waren. Doch eins kann ich dir sagen, und zwar das ich mit einem Lächeln einschlief. Nach den sechs Monaten der Grundausbildung wurden wir unserer Stammeinheit zugeteilt. Der Tagesablauf war dort geregelter, ruhiger und bestand größtenteils aus Fernsehen und Sport. Hin und wieder gingen wir schießen, warfen Granaten auf dem Übungsgelände oder übernachteten im Wald. Das Schießen war jedoch das Beste da ich mir so den Titel als einziger Goldschütze zu Recht verdiente. Da ich nur am Wochenende nach Hause kam und der Weg zur Kaserne mehrere Stunden Zugfahrt beinhaltete, war es jedes Mal ein Highlight wenn ich freitags Zuhause ankam und Charly mich begrüßte als wäre ich eine halbe Ewigkeit fort gewesen. Doch dieses Mal nahm die Gewohnheit nicht seinen ursprünglichen Lauf. Ich schloss die Tür auf, stellte meine Tasche in den Flur und wurde von der Stille überrascht die herrschte. Ich ging runter in mein Zimmer doch keine Spur von meinem treuen Begleiter. Fragend suchte ich meinen Vater auf, um mich nach Charly zu erkundigen. Nach der Frage wo er sei, folgte eine Stille die mich wie ein Kopfschuss traf. Ich wendete mich von meinen Vater ab, der nun anfing zu sprechen. Jedoch verstand ich seine Worte nicht da ich schon auf dem Weg nach oben war. Ich brauchte Luft. Ich öffnete die Balkontür, wanderte ein paar Schritte auf dem Pflaster, bis ich schließlich realisierte was passiert war. Es fühlte sich an als würde sich ein dicker Strick um meine Kehlen schnüren, der mir sämtliche Luft zum Atmen raubte. Ich brauchte etwas um mich abzustützen. Ich setzte mich an das Ende des Liegestuhls der auf der Veranda stand und schlug die Hände ins Gesicht. Es hatte keinen Sinn mehr, ich ließ meinen Emotionen freien Lauf und hörte auf mich gegen meinen Körper zu wehren. Meine Gesichtspartien verzogen sich als hätte ich in eine Zitrone gebissen, gefolgt von lautem Schluchzen. Meine Welt brach zusammen, bei dem Gedanken, dass ich mich nicht mal verabschieden konnte. Tränen überrannten mein Gesicht, drückten sich durch die Hohlräume meiner Finger und hinterließen eine Pfütze aus Trauer auf dem kalten Steinboden der den Garten verzierte. Nach schmerzhaften Minuten, stand ich auf, wischte mir mit dem Handrücken das Gesicht trocken und schloss meine Augen. Ich stellte mir sämtliche Momente aus den letzten fünfzehn Jahren vor, die dieser beste Freund des Menschen mir bescherte. Ich neigte meinen Kopf nach oben und öffnete meine Augen wieder. Ich sah den Himmel. Ich wusste was ich zu sagen hatte. Langsam aber deutlich flüsterte ich die Worte: Ich danke dir mein Freund. Auf Wiedersehen. In all den Jahren kam das Nachtleben nie zu kurz bei mir. Wir wurden regelrecht von Clubs angezogen wie die Motte vom Licht. Ich trinke nicht viel Alkohol jedoch gab es das ein oder andere Mal bei dem über die Stränge geschlagen wurde. Nach diversen One-Night Stands und Partys bei denen man meinen könnte, Gott persönlich hätte hinter dem Mischpult gestanden, wurde mir klar, dass dies nicht das ist wonach ich mich sehne. Ich erinnere mich an einen Abend in einer Diskothek in Mainz in der ich etwas Außergewöhnliches erlebte. Der Abend nahm seinen Lauf, man feierte und tanzte. Ab und zu verschlug es einen nach Draußen um frische Luft zu schnappen und seine Lunge zu nikotisieren. Also ginge ich mit einem Freund raus aus um dem nachzugehen. Draußen lehnten wir uns gegen die Tür die den Außenbereich vom Innenleben der Diskothek trennte. Wir erzählten über Gott und die Welt, nein natürlich über Frauen. Wir bemerkten eine kleine Gruppe Frauen die sich uns näherten und an unserer Konversation teilnehmen wollten. Natürlich wechselten wir sofort das Thema und sprachen mit ihnen über ihre Hobbys. Die Themen Tanzen und Sport wurden in die Runde geworfen als mich plötzlich die älteste Frau von Ihnen aufforderte zum Tanzen. Gewiss betone ich nochmals, dass sie mit Abstand die Älteste von uns allen war. Denn sie war zweiundvierzig. Wurde ich tatsächlich von einer Frau angebaggert die meine Mutter sein könnte? Ich dachte mir nichts dabei und bejahte ihre Absicht da ich sagen muss, dass sie für eine Frau in ihrem Alter verdammt gut aussah. Geschlossen gingen wir wieder rein um unsere Arme und Beine durch rhythmische Bewegungen zur Musik wieder aufzutauen da es draußen sehr kalt war. Die Frau die mich gerade noch draußen angemacht hatte, räkelte sich nur vor mir und schenkte mir ein Lächeln als würden mir Diamanten aus der Nase sprießen. Wir kamen uns näher, reduzierten den Abstand unserer Körper auf das Minimum und küssten uns schließlich. Ihre alte, faltige Haut im Gesicht fühlte sich an als würde man in einen alten vertrockneten Apfel beißen. Unsere Zungen begannen einen regelrechten Kampf, dem ich mit Abstand unterlegen war. Es war als würde meine Zunge gegen eine Boa Konstriktor kämpfen, die versuchte meine Zunge auf die schnellste und brutalste Weise zu erwürgen. Der Abend nahm endete, man verabschiedete sich. Nummern wurden in dem Fall nicht ausgetauscht. Der Grund dafür ist denke mal selbsterklärend. Nach meiner Zeit bei der Bundeswehr beschloss ich eine Ausbildung im kaufmännischen Bereich zu beginnen. Ich bewarb mich beim Bildungswerk des Handwerks das ihren Sitz in Alzey hatte. Nach einem Vorstellungsgespräch wurde ich direkt eingestellt. Als einziger Azubi in dem Unternehmen fehlte mir manchmal das Gespräch mit Gleichaltrigen, jedoch brachte es auch seine Vorteile. Denn als einziger Azubi wurde ich so in jeden Bereich und jede Abteilung eingespannt. Ich eignete mir umfassende kaufmännische Fähigkeiten an und bekam viele Ratschläge über das Leben die ich bis heute noch beherzige. Es war ein familiäres Verhältnis da der Hauptsitz in Alzey nur zwanzig Mitarbeiter beschäftigte. Zu den kaufmännischen Aufgaben kamen noch weitere dazu die nicht auf dem Lehrplan standen wie zum Beispiel Botenfahrten, Teilnahme an Aktionstagen in Schulen oder das Unterrichten einer Sportklasse der IGS in Nieder-Olm. Jeden Dienstag fuhr ich rechtzeitig los um die kleinen Racker ins Schwitzen zu bringen. Ich unterrichtete sie in Breakdance, versuchte ihre pubertäre überschüssige Energie in diese Art der Bewegung zu übertragen. Mein derzeitiger Ausbildungsbetrieb meldete jedoch Insolvenz an, sodass ich gezwungen war mir einen neuen Betrieb zu suchen. Ich bewarb mich bei der Firma Faber in Alzey, eine Bauunternehmung die mit über vierhundert Angestellten meine Umstellung auf die Probe stellte. Das Bauunternehmen bot auch viel Abwechslung, darunter Botenfahrten zur Bank oder Submissionsfahrten. Diese verschlugen mich oft nach Frankfurt, Darmstadt, Mannheim oder Mainz. Im Februar wurde ich wieder beauftragt auf Submission zu fahren, der Auftragungsort war Wöllstein. Es ist ein windiger Tag heute. Ich steige in das Auto ein, drehe den Schlüssel im Zündschloss herum und fahre aus dem Parkhaus raus. Nach der Eingabe des Navigationssystems welches an der Frontschutzscheibe klebt, drehe ich das Radio lauter um meinen Gesang zu übertönen. Die Fahrt nach Wöllstein zieht sich nicht, ich erreiche meinen Zielort überpünktlich. Ich parke das Auto in einer Seitenstraße und raffe meine Unterlagen zusammen. Ich überquere die Straße und öffne die riesige, massive hölzerne Eingangstür des Gebäudes. Ein paar Schritte weiter befinde ich mich in einer Eingangshalle wieder. Nachdem ich rechts um die Ecke abbiege, sehe ich einen Raum dessen Tür offen steht und ein helles gelbes Licht auf den Flur scheinen lässt. Das muss es sein. Vor dem Raum befindet sich linker Hand eine Reihe Stühle. Auf einen von ihnen sitzt eine junge Frau die mit ihrem Handy beschäftigt ist. Ich fange an sie mustern, hoffend darauf, dass sie mich jetzt nicht anschaut. Sie trägt eine blaue Hose, dunkle Sneakers und einen brauen Pullover. Sie hat lange braune Haare und trägt eine Brille die wir mir scheint perfekt auf ihr Gesicht zugeschnitten wurde. Sie fasziniert mich, ich weiß nicht warum, aber sie hat was. Ich wende mich ab, betrete den gesuchten Raum und gebe meine Submissionsunterlagen ab. Die Dame des Empfangs, eine ältere Frau, sagt mir, dass die Submission im oberen Stockwerk stattfindet. Beim Verlassen des Raumes drehe ich meinen Kopf in Richtung der Unbekannten die mich so fasziniert. Sie bemerkt mich nicht. Ich mache mich auf den Weg nach oben. Am Ende der Treppe angelangt, betrete ich einen großen Besprechungssaal und setze mich auf einen freien Stuhl vor dem Fenster. In ein paar Minuten fängt die Submission an. Es betreten zwei Männer den Raum und nehmen drei Stühle weiter vor mir Platz. Ein weiterer Mann betritt den Saal und setzt sich. Bereit mit der Submission zu beginnen, wird mein Blick auf die Tür gelenkt. Die Dame die gerade noch unten vor dem Empfangsraum saß, betritt den Saal und setzt sich gegenüber von mir auf einen freien Stuhl. Aus näherer Betrachtung ist sie sogar noch schöner. Die Submission geht schon los, die ersten Daten zum Notieren werden vorgelesen doch ich bin noch mit den Augen bei ihr. Ich wende den Blick ab und versuche schnell das eben Gesagte mit zu kritzeln jedoch landet mein Blick nach ein paar Minuten wieder auf Ihr. Was ist das was meine Neugierde nur so fesselt? Ich schaue zu ihr rüber und bemerke, dass sie mich auch ansieht. Unsere Blicke treffen sich gefühlte drei Sekunden bis sich ihre Augen wieder ihren Unterlagen zuwenden. Schnellmöglich versuche ich wieder das eben Gehörte auf zu schreiben damit ein Zeitfenster entsteht, so dass ich nicht auf den Sprecher achten muss und Zeit habe sie zu beobachten. Meine Augen wandern wieder zu ihr und mit großer Verwunderung stelle ich fest, dass sie mich ebenfalls wieder ansieht. Unser Blickkontakt hält wieder gefühlte drei Sekunden, bis ihre Aufmerksamkeit ihrem Handy gewidmet wird, das vor ihr auf dem Tisch liegt. Ich frage mich wer du bist und stelle mir wieder diese eine Frage. Was hast du an dir was mich so sehr an dir fasziniert? Deine Augen ? Die Brille ? Ich muss dich einfach kennenlernen. Am Ende der Submission erhoffe ich mir durch das Eintragen in das Teilnahmeprotokoll den Namen meiner Gegenübersitzenden zu erfahren. Jedoch ist dieser zu geschwungen geschrieben, ich kann ihn nicht lesen. Ich kneife meine Augen zusammen um die diese Hieroglyphen vor mir besser lesen zu können, jedoch ohne Erfolg. Alles was ich lesen kann ist die Firma ihres Unternehmens. Die Leute packen ihre Unterlagen zusammen und verlassen den Saal. Sie geht ebenfalls. Beim Verlassen des Gebäudes merke ich das es angefangen hat zu regnen. Ich stülpe mir meine Kapuze der Jacke über und krame in meiner Jackentasche nach meinen Zigaretten. Ich rauche extra langsam, in der Hoffnung noch einmal einen letzten Blick auf sie erhaschen zu können, jedoch vergeblich. Ich weiß nicht was das war, alles was ich weiß ist: Ich muss SIE einfach kennenlernen. Eine Woche verging bei der ich mir den Kopf zerbrach wie ich jemals wieder mit dieser Frau in Kontakt treten könnte. Die kuriosesten Gedanken gingen mir durch den Kopf wie ich es anstellen hätte sollen. Ich wusste nicht wie sie heißt oder wo sie herkommt, alle Fakten die ich hatte war ihr Aussehen und ihr Arbeitgeber. Letztendlich entschloss ich mich dazu ihrem Unternehmen eine E-Mail zu schreiben. In dieser beschrieb ich sie, nannte das Datum und den Ort der Submission, mit der Bitte der Weitergabe der E-Mail an sie. Ich schreib direkt und offen, dass ich sie unbedingt kennenlernen möchte. Am Tag drauf erhielt ich eine E-Mail von Ihr. Sie begrüßte mich und lobte meine Aktion, dass es sehr viel Mut aufforderte auf diese Weise mit jemanden in Kontakt zu treten. Eine Woche verging, in der wir uns täglich schrieben und uns näher kamen. Es machte so unheimlich viel Spaß mit ihr zu schreiben, denn sie legte denselben Humor an den Tag wie ich. Wir bewegten uns auf einer Wellenlänge. Sie brachte mich mit den einfachsten Dinge zum Lachen, mit einfachen Pixeln auf einem Bildschirm weckte sie ein Gefühl in mir, das ich so lange vermisst hatte. Die Zeit verging, es kam der Tag an dem man sich endlich sehen wollte. Ich lud sie zu mir ein mit dem Gefühl von Zufriedenheit nach diesem ganzen Kopfzerbrechen endlich SIE wiedersehen zu dürfen. Wie sehr hatte ich auf diesen Tag gewartet. Ich stand morgens sehr früh auf, brachte Ordnung in mein Zimmer und machte mich zurecht. Denn bald kam Sie. Ich saß an meinem Laptop und hörte Musik als sie mich anrief, dass sie bald ankommt. Schnell machte ich mich auf den Weg, da ich sie nicht warten lassen wollte. Ich überquerte die Straße und war nur noch wenige Meter von Ihr entfernt. Endlich würde ich SIE wiedersehen. Ich kam auf dem Parkplatz an auf dem sie wartete und analysierte die Umgebung auf der Suche nach ihr. Dann sah ich SIE. Sie war immer noch so schön wie an dem Tag als ich sie das erste Mal getroffen habe. Mir kam es vor als wäre sie sogar noch schöner geworden. Ich begrüßte sie, fragte nach Ihrem Befinden und ob sie den Weg gut gefunden hätte. Schließlich machten wir uns auf den Weg zu mir nach Hause. Zuhause machten wir es uns auf meinem Bett gemütlich und begannen einen Film zu schauen. Ich weiß nun, DAS war nicht die Aufmerksamkeit die du verdient hast, doch ich wusste es nicht besser. Bis jetzt. Sie liegt neben mir, sie ist auf den Film fixiert doch mich beschäftigt etwas Anderes. Ich möchte sie endlich spüren, sie zärtlich berühren. Also nehme ich ihre Hand und fange langsam an ihr über die Haut zu streicheln. Ihre Haut so zart wie die eines Neugeborenen, so samt wie ein Pfirsich der sich im Mittelpunkt seiner Reife befindet und bereit ist geerntet zu werden. Ihr brünettes Harr glänzt wie eine braune Sonne die sich in Höhe ihres Zenits befindet. Ihre Augen, die wahrscheinlich schönsten der Welt, schaffen es mich innerhalb eines kurzen Augenblicks Alles um mich vergessen zu lassen. Ihre Lippen, so weich wie Butter die kurz vor Erreichung ihres Schmelzpunkts steht. Unsere Münder zerfließen förmlich miteinander. Eine Fusion zweier Lippen die perfekt harmonieren. Meine Hand fängt an zu zittern, gefolgt von einer Gänsehaut die kein Polarwind hervorrufen könnte, weil SIE mich so aus der Fassung bringt. Als Ausgleich streichle ich ihr über die Wange während in unserem Mund ein Feuerwerk der Leidenschaft stattfindet. Die Zeit scheint still zu stehen, die einzigen Dinge die ich noch wahrnehme sind, ihr Mund, der mich mit seiner schnellen aber gleichmäßigen Atmung nicht aus dem Takt bringt während ich ihren Hals küsse. Ihre Körperwärme, welche mir ein spezielles Gefühl der Geborgenheit spendet. Und mein Herz, das in meinem Brustkorb zu implodieren droht. DAS ist es, wonach ich mich sehne. Der Tag war wunderschön doch war es gewiss nicht das, was SIE verdiente. Gegen Abend als Sie Zuhause angekommen war, schrieb sie mir. Sie war nicht der Meinung, dass es zu einem zweiten Treffen kommen würde. Sie legte mehr Wert darauf mich als Person kennen zu lernen anstatt meine romantische Ader auf die Probe zu stellen. Dies öffnete mir die Augen.
DAS ist dein Buch.
Für einen ganz besonderen Menschen.
Für dich.
Für Lilli.
Nachwort
Es war, als hätte ich mir die Schmerzen von der Seele geschrieben und auf das Papier übertragen. Es ließ mich die Leere vergessen, die mich seit deinem Gehen quält. Mein Tagesablauf änderte sich drastisch. Ich kam von der Arbeit nach Hause, setzte mir die Kopfhörer auf und tauchte ab in meine eigene Welt. Mit den Gedanken bei dir. Jedoch ist und bleibt es ein ungleicher Kampf meiner Gefühle, bei dieser Art der Offenbarung meiner Gedanken. Ich hätte niemals daran geglaubt dich jemals wieder zu sehen, geschweige denn dir so nahe zu kommen. Immer wieder schossen mir die verschiedensten Gedanken durch den Kopf, zu den unterschiedlichsten Tageszeiten kamen neue Erinnerungen oder mir wurde klar, welcher Textabschnitt noch geändert werden musste. Es kribbelte in meinen Fingern, aus Drang meine Gedanken und Erlebnisse auf dem Papier ins Leben zu rufen. Teilweise schrieb ich bis spät in die Nacht weil mich die Erinnerungen an dich so fesselten. Die Angst, dass ich dieses Buch nicht innerhalb einer Woche fertig schreiben würde war bedeutungslos, denn wenn du wirklich DIE eine Frau bist, für die ich dich halte, wirst du warten, mich nun verstehen und mir noch einmal die Chance geben, DIR diesmal den schönsten Tag deines Lebens zu schenken. Wenn du dieses Buch nicht möchtest, verbrenn es. Du verbrennst somit das erste und letzte Exemplar dieses Buches.
2. Buch
Süchtige Liebe
VORWORT
Der vordere Teil des Buches sind fast nur Texte die ich dir damals geschrieben habe. Es spiegelte sehr gut mein derzeitiges emotionales Empfinden dar. „Gerne“ hätte ich das Buch noch länger und schöner geschrieben. Doch waren damit auch unter anderem immer Tränen und Schmerz verbunden wenn ich an diesem Buch geschrieben habe. Um dich zu vergessen und loslassen zu können… wollte ich dieses Buch also eher schnell zu Ende bringen und die Tür für ein neues Kapitel aufmachen.
Dies ist die Geschichte einer Partnerschaft die nie zustande kam aber mir trotzdem genau das gegeben hat, was ich brauchte im Leben. Diese Erfahrung, auch wenn sie eine der bisher schwersten in meinem Leben war... war sie auch eine der Schönsten und Bewegtesten.
Dies war der erste große schriftliche Text den ich Dir geschrieben habe. Die Neun Seiten da ich dachte ich sehe dich nie wieder.
„Diese Gefühle und die Tatsache dass ich mir deine Bilder auf Instagram anschauen könnte…
Es ist wie eine Art Droge.
Dieses Verlangen, auf dein Instagram Account zu gehen und mir einfach deine Bilder anzusehen.
Dich so schon „besser“ kennenzulernen.
Wahrscheinlich mit dem Vorwand ein wenig näher bei Dir sein zu können.
Doch es fühlt sich so falsch an. Ich habe mir deine Bilder bisher immer noch nicht angeschaut.
Ich könnte mir so leicht diese Gefühlsladung abholen, und wieder mehrere Kopfkinos starten wenn ich deine Bilder sehe. Zum Beispiel wie wir zusammen durch Köln laufen und ich dich zum Lachen bringe.
Doch ich möchte es live erleben. Ich möchte dich zum Lachen bringen und dass allein wird reichen damit mein Herz weich wird. Mein Herz soll anfangen zu rasen, wenn ich dich in echt sehe und nicht auf Pixeln auf meinem Handy.
Deshalb bleibt mir nur die Erinnerung.
Und diese sind natürlich unfassbar schön. Ich habe dein Lächeln in Erinnerung. Und deine schönen Augen. Außerdem dass du mich ebenfalls sehr oft angesehen hast. Wie gern möchte ich mehr von dir erfahren. Deine Hand halten dürfen und mit dir zusammen Lachen.
Warum sehne ich mich nach diesen Gedanken ?
Nach diesem Kopfkino in dem wir glücklich sind ?
Ist es um eine Leere zu füllen die mein Herz begleitet ?
Oder ist es doch deine Person die mich so mitreißt ?
Damals hat dein Namen schon ausgereicht um mich zu beeindrucken.
Diese Vorstellung dich als Partnerin haben zu dürfen….
Mein Herz fängt an zu galoppieren und es wird eine Dopaminladung der Extraklasse
in mein Hirn losgelassen, welches keine Droge hervorrufen könnte.
Allein die Möglichkeit, Zeit mit dir verbringen zu dürfen, lässt mich das Leben in einem ganz anderen Licht sehen. Es motiviert mich mehr Sport zu machen, ich werde kreativ und musikalisch. Das Leben wirkt heller und farbenfroher. Eine Partnerschaft mit dir, es animiert mich dazu in meine Topform zu kommen. Um dir am Meisten bieten zu können. Außerdem um dich in allen Situationen unterstützen und beschützen zu können.
Die Chance mit so einem Menschen wie dir Zeit verbringen zu dürfen… Ich fange an zu weinen, weil die Vorstellung so schön ist. Vielleicht liegt es aber auch an dem Glas Wein und an der Musik im Hintergrund ( The One that got away – Boyce Avenue Cover).
Während ich solche Texte schreibe, bin ich gerne emotionaler und unterstreiche diese Gefühle mit ebenfalls emotionaler Musik in Dauerschleife. Ich liebe es, wenn ich Frauen treffe dich mich so faszinieren, dass ich kreativ werde. Das Schönste womit ich prahlen könnte ist wohl das Buch welches ich für eine Ex-Freundin geschrieben habe. Ich wollte sie unbedingt kennenlernen, sie sagte mir nach dem ersten Date allerdings ich hätte zu wenig von mir erzählt. So wurde ich kreativ.
Sie hieß Lilli, ich nannte das Buch „How I met Lilli“. Vom Tag meiner Geburt bis hin zu dem Tag an dem ich sie treffe. Ich schrieb 64 DINA4 Seiten in einer Woche und ließ es als Buch binden . Es hielt nicht lange und wir hatten sehr unterschiedliche Ansichten vom Leben. Trotzdem war es sehr schön, diesen Gedanken freien Lauf in Form eines Buches für sie geben zu können. Es gab da noch andere Momente in meinem Leben die filmreif gewesen wären. Ich möchte hier allerdings nicht aus meiner Vergangenheit erzählen. Ich erzähle auch nicht gern von mir. Ich bin jemand der gerne ein Herz erobert. Der dafür kämpft. Deshalb erzähle ich nicht gern aus meiner Vergangenheit weil sie so schön ist. Das sind meine schönsten Momente im Leben gewesen, diese haben mich mit am Meisten geprägt. Die Trumpfkarte meines Charakters. Und dann direkt davon zu erzählen was man Alles Schönes erlebt hat? Die Meisten sind davon zu schnell beeindruckt und es fühlt sich nicht mehr wie erobern an. Mein Knacks. Dieses Oberflächliche. Zeit für Sport.
Done. Ich habe wieder dieses Verlangen dich sehen zu wollen. Es wäre so leicht indem ich einfach auf dein Instaprofil gehe und mir deine Bilder ansehe. Dann würde ich dich endlich wieder sehen können. Das wäre schön. Du bist mir sehr hübsch in Erinnerung geblieben. Doch ich möchte mir das nicht kaputt machen. Außerdem fällt es mir so leichter dich wieder zu vergessen…
Der nächste Tag, ich möchte hier weiterschreiben. Meinen Gefühlen weiter Ausdruck verleihen. Meine Gefühle sind sehr gespalten Dir gegenüber. Auf der einen Seite hast du mein Leben bereits so positiv verändert. Auf der anderen Seite ist es ein stechender Schmerz in meinem Herzen, wenn ich daran denke dass wir niemals zueinander finden werden. Was fasziniert mich so an dir? Der Fakt, dass du nicht leicht zu lesen bist? Es macht dich auf eine gewisse Weise mysteriös. Es war schon sehr lustig, wie sehr wir aneinander interessiert waren und uns gegenseitig beobachtet haben damals. Ich möchte wieder Gitarre lernen, Musik machen. Meinen Emotionen Ausdruck verleihen. Die schönste Situation stelle ich mir so vor: Ich spiele in einer Kölner Fußgängerzone Gitarre, das Lied Arcade von Duncan Laurence singend. Dieses Lied spielend, dabei an dich denkend. Das wäre so krass schön. Momentan würde ich dabei weinen bei dem Gedanken dass ich leider nicht der Mann bin der dich lieben wird. Und natürlich weil der Moment so schön wäre.
Im Moment hole ich mir sehr viel Kraft bei Mutter Natur. Heute Morgen bin ich den Wald gegangen um große Brennnessel zu sammeln und daraus eine Suppe zu machen. Wahnsinn wie viel Energie diese gespendet hat.
Dieser Moment hier zu schreiben. Die Offenbarung meiner Gefühle gepaart mit der Musik… Es fallen viele Tränen doch genau DAS lässt mich lebendig fühlen. Es erinnert mich und freut mich wie sehr ich lieben kann.
Ich schweife ab, bin in Gedanken wieder bei dir. Ich erinnere mich an deine schönen Augen und dein Lächeln. Ich würde mir zu gern jetzt deine Bilder anschauen. Das mein Herz weiter von dir träumen kann. Doch ich, beziehungsweise mein Verstand verbietet es. Er möchte nicht wieder zusehen wie mein Herz weint und es dann trösten muss. So fällt es mir leichter dich zu vergessen….
Ich hoffe das Herz lässt dich bald wieder gehen. Es fühlt sich nicht schön an, so viel Liebe und Energie in einen Menschen zu investieren, und quasi Nichts zurückzubekommen.
Diese Gedankengänge erinnern mich an ein Gedicht welches ich damals geschrieben habe:
Herz Kopf
Hallo du da oben, ich bin erwacht,
wurd‘ wieder aus dem Schlaf gerissen,
wer hätte es… gedacht ?
Ich natürlich, denn ich bin am Denken,
klar fassend, deine Gedanken am Lenken.
Warum gibst du nicht nach ?
Merkst, dass ich führe ?
Weil ich etwas anderes mache,
ich fühle und spüre.
Was tust du dir an ?
Sind die Gefühle es wert ?
Aber ja, doch das einzig‘ was hilft…
Ist die Zeit die es klärt.
Liebe passt nicht immer,
was hast du erwartet ?
Bitte beruhige dich erst,
damit unser Körper ruhig atmet.
Fühl‘ nicht soviel, zeitig kommt die nächste Frau.
Aber du hast sie doch gesehen,
sie ist einfach nur WOW.
Ich kann nun verstehen, warum fällt es dir schwer,
ich merke ja selbst, diese Frau magst du sehr.
Wir sollten uns einigen,
was machen wir Herz ?
Sag, warum suchst du die Liebe
Und vorallem den Schmerz ?
Was muss ich tun ? Dass du überwindest ?
Ach Kopf… es gibt Antworten,
die du nur in Liebe findest.
Ich verstehe dich nun,
muss nicht nochmal erwähnen,
du magst sie so sehr…
Es kommen MIR schon die Tränen.
Ein ewiger Kampf, Kopf gegen Herz
Feder gegen Schwert,
willst du es wirklich ?
Ja, das Risiko der Liebe…
Das ist es mir Wert.
Nun will ich dich fragen,
verletzt zu werden,
willst du es wagen ?
Sag, bist du dazu bereit ?
Aber natürlich lieber Kopf,
unser Streit miteinander…
ein ewiger Eid.
Doch sag mir nun bitte,
wer hat nun Recht ?
Nur eins weiß ich sicher…
Meine Gefühle sind echt.
Und wieder bin ich in Gedanken bei dir. Ich wünsche mir so sehr dass ich dich endlich vergessen kann. Eine Träne läuft mir die Wange runter und ich schicke wirklich den Wunsch ans Universum, dass ich dich doch endlich vergessen kann. Unsere Begegnung war zwar extrem magisch, doch es bringt mir Nichts wenn ich der Einzige bin der das wahrgenommen hat. Noch nie hat mich ein Mensch so beobachtet wie du es gemacht hast. Noch nie hat mich ein Mensch so fasziniert aus der Technoszene. Es war sehr schön und magisch wie sich unsere Blicke die ganze Zeit trafen.
Doch anscheinend kannst du dich nicht mehr daran erinnern. Ich denke nicht dass ich mich in deinem Wesen irre. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es kein Zufall war das wir uns begegnet sind. So wie du faszinieren mich nur die Wenigsten. Du hattest etwas an dir, das ich sehr interessant finde.
Es entsteht wieder dieser Kampf der Gefühle in mir. Der Kopf belächelt das Herz, legt einen Arm um es und zwinkert ihm zu : „Ich weiß das ist hart, doch Frauen gibt es wie Sand am Meer. Du könntest morgen in den Supermarkt gehen und triffst deine Traumfrau. Hör bitte auf so traurig zu sein, dass ergibt nicht wirklich Sinn. Es gibt so viele andere Frauen auf der Welt, die genauso schön, genauso lustig und intelligent sind…
Krass wie man diesen Unterschied zu wirklichem Leben und social media merkt. Und social media mir Alles zerstört. Ich kann überhaupt nicht gut online schreiben. Die Gestik und Mimik fehlt. Im realen Leben konnte ich Dich so schön belustigen und unterhalten.
Und zum Glück. Den Göttern sei Dank. Ich habe wirklich dazu gelernt. Ich habe mir deine Fotos erst gar nicht angesehen. Wie schwer das für mich jetzt wäre. Mit deinen Bildern in Erinnerung. Durch die Bilder hätte ich nur noch mehr Kopfkinos wie wir gerade Zeit verbringen und zusammen Lachen. Mit dem Wissen würde ich sicherlich öfters weinen.
Ich stell mir gerade vor, du könntest auch schon mehrere Monate einen Freund haben. Und Bilder mit ihm auf deinem Profil haben. Ziemlich cringe mir dann so Gedanken um die Frau zu machen, die sich nicht mal an mich erinnern kann. Das ist so enttäuschend. Aber auch sehr schön. Ich hoffe du enttäuscht mich weiter. Das Ende der Täuschung. So kann ich dich nur noch schneller vergessen. Du bist dann wohl nicht die Richtige. Schade. Hätte ich mich nicht mit den Videos von Wolf-Dieter Storl abgelenkt hätte ich sicherlich wieder sehr oft an dich gedacht. Und hier bin ich wieder so froh dass ich kaum noch weiß wie du aussiehst und mir deine Bilder nicht angeschaut habe. Ich wünsche mir einfach von ganzen Herzen für dich, dass der nächste dem du vertraust dich auch so lieben wird. Der dich genauso wunderhübsch finden wird. Der von deinem Anblick anfangen muss zu Lächeln. Jemand der dich immer lieben wird und dem du vertrauen kannst.
Wie gerne würde ich dir die letzten Zeilen persönlich sagen. Ich würde dabei weinen und es würde so schön werden. Mir ist auch klar, dass dies hier Alles viel zu viel für dich sein könnte. Einfach too much. Aber warum sollte ich diese Gedanken nicht festhalten oder verheimlichen. Ich finde es sehr schön wenn Du das hier liest. Ich wollte dir das unbedingt noch mitteilen wie du mich die letzte Zeit bewegt hast. Für eine so tolle Frau ist es das Mindeste was ich tun kann. Ich kenne die Männerwelt. Die meisten Männer sind leider langweilig und stumpf.
Der nächste Tag. Ich wache mit einem positiven Gefühl auf und meine ersten Gedanken drehen sich um dich. Ich freue mich dir schreiben und dich sehen zu können…
Doch dann realisiere ich, in dieser Realität haben wir Nichts miteinander zu tun. Habe ich die ganze Nacht von dir geträumt ? Dachte ich deshalb direkt an dich ? Wie schön es gewesen sein muss. Eine Welt in der wir in einer Partnerschaft leben. Wie wir zusammen Lachen und zueinander gefunden haben. Meine Realität holt mich wieder auf den Boden zurück. Eine Träne läuft mir die Wange runter. Ich fange an zu Lächeln, bei dem Gedanken dich in ein paar Tagen endlich vergessen zu haben.
Nun denke ich schon im Traum an dich. Ich empfinde es schlimmer als ein Alptraum. Als Angst. Seinen Ängsten kann man sich stellen und dem entgegenarbeiten. Doch wie behandelt man ein gebrochenes Herz. Die Zeit ist das einzige was diese Wunde heilt. Und darauf habe ich leider sehr wenig Einfluss. Ich kann meinem Herz schwer verbieten an dich zu denken. Ich kann mich lediglich ablenken. In meinem Kopf gehe ich die Zeit durch und hoffe es sind nur noch wenige Tage an denen ich an dich denken muss…
Ich lenke mich mit Sport ab. Die Vorstellung zerreißt mich, niemals deine Hand halten zu dürfen. Dich niemals küssen zu können. Dir in die Augen zu sehen und dir sagen zu können wie schön dieser Moment ist und wie sehr ich dich mag. Dieser Schmerz treibt mich an. Er ist die Bestätigung am Leben zu sein und wie ich teilweise liebe. Wenn ich an dich denke, denke ich nicht an Sex. Ich habe noch kein einziges mal daran gedacht wie wir Sex haben oder wie du wohl nackt aussiehst. Die Dinge die unsere Seele zusammen erleben würden… Dagegen ist Sex ein Fliegenschiss.
Ich beobachte mich wieder. Dankend mit der Situation dass ich damals nach meiner ersten Freundin so auf die Fresse geflogen bin. Ich habe die Beziehung schleifen lassen, sie machte Schluss. Sieben Jahre lang hatte ich Liebeskummer nur von ihr. So lernte ich die Liebe wertzuschätzen. Für einige mag dieser Text unverständlich oder zu viel sein. Vielleicht findest Du es auch extrem cringe. Denkst ich sei ein Psychopath…
Ich war barfuß im Wald spazieren. Dies hat mir wieder sehr viel Energie gegeben. Zuhause angekommen muss ich wieder an dich denken. Aber es sind keine Gedanken dass wir Zeit miteinander verbringen. Eher Gedanken an dich alleine. Dass ich dir nur das Beste wünsche. Und ich mich sehr freuen würde wenn du Liebe erfährst. Dass ICH vielleicht nicht dieser Mann sein kann mit der du diese Reise erlebst… es trifft mich wie ein Pflock ins Herz. Ich hoffe dein nächster Partner wird kein Vollidiot der innerlich tot ist und das er dir noch einiges von der Welt zeigt. Du hast so eine liebevolle Ausstrahlung du verdienst es auch so geliebt zu werden. In diesem Abschnitt ist übrigens keine Träne geflossen. Mein Herz schafft es langsam dich zu vergessen. Ein paar Tage noch, dann hinterlässt unsere Begegnung eine kleine Narbe, eine schöne Erinnerung in meinem Herzen.
Der nächste Tag. Heute habe ich wieder an dich denken müssen. Aber eher nachdenkend. Was ich dir wohl schreiben werde zum Abschied und solche Dinge. Das Herz macht sich langsam zum Abschied bereit. Das ist ein sehr schönes und befreiendes Gefühl. Auch wenn ich es sehr schade finde. Weil ich echt viel Potential in dir sehe. Du bist eine unglaublich tolle und liebevolle Seele. Ich schätze ich muss und kann mittlerweile auch damit umgehen dich gehen zu lassen. In diesem Abschnitt musste ich wieder kein einziges mal weinen.
Derselbe Abend. Ich bin wieder Zuhause. An dich denkend. Mein Kopf vermisst dich diesmal. Wie gerne ich jetzt weinen würde aus Schmerz. Dieser Schmerz zu wissen wir werden niemals zueinander finden. Es ist der Kopf der an dich denkt. Mein Herz schafft es nicht mehr.
Der nächste Morgen und ich habe dich fast vergessen. Es ist schade dass ich nicht mehr an dich denken muss. Denn diese Gedanken waren unfassbar schön. So schön, dass ich unzählige Male geweint habe.
Ich lese mir diesen Text durch, im Hintergrund läuft gefühlt zum 416. Mal das Lied Arcade. Ist nun der Zeitpunkt gekommen um Lebewohl zu sagen ? Die Zeit die ich damit verbracht habe diesen Text zu schreiben war eine Achterbahnfahrt von Gefühlen. Einst sollte es nur ein Gedicht sein, wurde aber dann aber zu einem längeren Text. Es war unglaublich schön. Ich hoffe du liest diesen Text und ich konnte dir wenigstens ein Lächeln aufs Gesicht zaubern. Du hattest mich damals auch verzaubert. Mit deinem Wesen. Danke für diese schöne Reise der Gefühle bei der ich wieder mehr über mich erfahren durfte. Ich hoffe in einem anderen Leben werden sich unsere Wege wieder kreuzen. Danke.
Zum Schluss ein passendes Gedicht von Dschelaluddin Rumi
Tänzer in meiner Brust
In Deinem Licht lerne ich lieben.
In deiner Schönheit lerne ich dichten.
Du tanzt in meiner Brust.
Wo dich keiner sieht.
Aber manchmal sehe ich Dich.
Und aus diesem Sehen
Erblüht diese Kunst!“
Ein weiterer Text den ich Dir schrieb, nach dem sehr komischen zweiten Aufeinandertreffen.
„Hallloo. Ich denke wir beide wussten dass ich mich nochmal melden würde. Diesmal über eine Sprachnachricht. Es fühlt sich persönlicher an. Du fragst dich sicherlich warum ich mich überhaupt noch melde, warum ich so viel Energie investiere in eine Frau die mich sehr wahrscheinlich für einen Psychopathen hält. Mein Beweggrund bist Du. Neugierde. Ob ich mich komisch angestellt habe ? Ja auf jeden Fall. Ich wüsste nicht wie ich es hätte mehr versauen können. Meine Chancen dich jemals kennen lernen zu dürfen sind denke ich sehr sehr sehr sehr sehr gering. Doch deshalb Aufgeben ? Abgesehen von der After Shit Show bei der ich dich nicht verletzen wollte…schreibe ich dir nur Nachrichten auf Instagram oder schicke dir sowas. Du kannst mich jederzeit blockieren. Ich wäre dann auch nicht sauer. Ich würde wahrscheinlich tagelang traurig sein und Gitarre spielen. Doch das würde auch vorbeigehen. Es würde schmerzhaft werden ja. Doch mittlerweile bin ich ziemlich froh für diese Gefühle. Die Alternative ist sie nicht zu haben. Das Schlimmste was passieren kann, ist dass du mich blockierst. Und du denkst ja jetzt schon dass ich verrückt bin. Also warum nicht Alles probieren ? Das Beste was mir passieren kann ist dich kennen zu lernen und ab dann gibt es ja keine Grenzen mehr nach oben.
Habe es mir schon öfters vorgestellt :Nehmen wir an, du lässt dich auf mich ein, merkst dass ich kein Psycho bin und fängst eine Partnerschaft mit mir an. Wenn wir dann etwas unternehmen als Paar, sollten wir bedenken, dass ich aufgrund der Dankbarkeit und Wertschätzung sicherlich heulen Würde. Stell dir vor wir gehen ins Kino, ein Horrorfilm und man hört die ganze Zeit einen Kerl heulen. Oder wir gehen im Restaurant essen und aus Freude weine ich die ganze Zeit. Das wäre auch ziemlich lustig und wir würden sicherlich sehr viel lachen. Mehr Text würde ich gerne schreiben wie sehr du mich bewegen würdest aber vor allem mehr über Dich. Wer weiß was du noch für lustige Angewohnheiten hast. Vielleicht hast du auch eine lustige Lache. Es gibt doch Leute die grunzen sogar... Du hast allerdings auch Hexen- also magische Vibes. Leider kenne ich dein Lachen nicht. Ich kenne dich eigentlich gar nicht. Und die ganze Zeit nur von deinem Äußeren zu schreiben ist mir auch zu oberflächlich. Ich habe auch schon darüber nachgedacht dir ein Buch zu schreiben. Ich würde gerne eins schreiben über dich. In einer Partnerschaft, darüber wie du mein Herz bewegst. Über dein Lächeln und deine strahlenden Augen. Wissen wollen was du liebst, was dich bewegt. Ich würde gerne erfahren wer Du bist . Alleine dir hier schon das Sagen zu können… dass du es hörst… finde ich schon ein Privileg. Schließlich hattest du schon „genug“ Eindrücke um mich direkt zu blockieren. Ich frage mich warum du mich noch nicht blockiert hast… Ich finde es jedoch sehr schön. Eine sehr schöne Eigenschaft von dir. Es wäre natürlich sehr viel leichter gewesen mich direkt zu blockieren und abzustempeln. Zu verurteilen.
Abgesehen von der After Shit Show , sorry nochmals dafür, und dass ich dich mit neun Seiten vielleicht überrumpelt habe, nicht viel über dich Schreiben konnte weil ich Nichts von dir wusste und der Anschein erweckt wurde ich sei Verrückt..
Die Tatsache dass du dich leider nicht an mich erinnern konntest obwohl wir so eine schöne Zeit hatten… und dass ich nicht gut online schreiben kann… Ich dachte das Kind ist eh schon in den Brunnen gefallen… und dass mit den Neun Seiten ist dann schnell eskaliert… Jedoch, Wir sind beide über 30 Jahre jung, können über Alles sprechen. Ich schätze dich clever ein. Ich weiß nicht warum, aber ich denke oft von dir dass du Lehrerin bist. Du gibst auch gute Muttervibes ab. Nicht im Sinne von Milf oder dass du Kinder hast, sondern eher ein großes Herz. Dass du dich super um deine Kinder kümmern würdest.
Ich rede mit keinem darüber, dass ich dir noch schreibe. Ich frage mich ob du meine Texte anderen Leuten zeigst. Ob du dich darüber lustig machst, oder um eine zweite Meinung einzufordern da es sicherlich nicht einfach für dich ist durch diese ganzen Umstände die du mich getroffen hast im real life, um dann zu entscheiden ob ich wirklich kein Psycho bin.
Ich weiß es klingt verrückt, du kannst mich nicht einschätzen und meine ersten Eindrücke auf dich waren echt schräg. Trotzdem wüsste ich nicht was schief gehen soll. Wenn etwas ist was einen stört würde man es ansprechen. Und falls es nicht klappt, korbst du mich halt und ich bin dann: Oliver, der Typ der dann doch kein Psycho war, aber troooootzdem irgendwie weird. Und für mich bist du dann : Eine wunderschöne Frau die ich liebend gerne zum Lachen gebracht hätte. Und mit der es hätte klappen können wenn ich mich nicht so doof angestellt hätte. Und dann leben wir unser Leben weiter. Tada. Bitte gib mir bitte wenigstens eine zweite Chance, dass man sich mal nüchtern nicht in der Technoszene sieht damit du meine Nicht-Psycho Seite kennen lernst.
Ich würde mir besondere Sachen für unser Treffen ausdenken, mit der Absicht dass du es nie wieder vergisst. Nicht weil es so furchtbar war, sondern weil ich dich mit kleinen Aufmerksamkeiten oder Kleinigkeiten besonders oft zum Lachen gebracht habe. Vielleicht würde Natur helfen, unser erstes Zusammensitzen war auf einer Wiese. Vielleicht ruft das ja Erinnerungen wach…. Als wärst du ein Komapatient der seine Erinnerungen verloren hat. Und auf einmal kommt ein fremder Mann der meint man würde sich aus der Vergangenheit kennen…
Es muss aber auch kein Date sein. Es muss gar nichts. Ich fände es allerdings sehr schön und es würde mir viel bedeuten. Am wichtigsten ist mir, dass du mir vertraust. Mir geht es in erster Linie um dich. Für mich würde das, sowieso die krasseste Zeit mit dir werden. Daran habe ich keinen Zweifel. Und ich bin mir sicher für dich würde es auch eine sehr tolle Erfahrung werden.
Wenn ich jetzt vor die Option gestellt werden würde, 5 Jahre Single und kein Sex aber dafür danach die Option mich eine Woche lang mit dir treffen um dein Herz erobern zu können… Ich würde es machen.
Ach T… Diese Erinnerungen bei unserer ersten Begegnung und das Alles hier… Du hast mich immer noch nicht blockiert. Dann stirbt die Hoffnung nie dass wir eines Tages vielleicht doch zueinander finden könnten. Ich habe schon lange keine Frau mehr gesehen deren Lächeln und ihre Augen mich so verzaubert haben. Du wirkst nicht langweilig und kontra kannst du auch geben.
Ich verlange Nichts von dir, du musst mir auch nicht schreiben. Du würdest mir jedoch entgegenkommen. Ich mache das hier echt gerne. Ich weiß auch ich habe Mist gebaut, dich verletzt und war manchmal weird. Dass du so verärgert auf den langen Text gewirkt hast hätte ich jetzt nicht gedacht. Ich habe mich über deine Reaktion aber auch nicht gewundert oder habe es dir übel genommen. Ich weiß halt nicht wie ich vorgehen soll. Für meinen Fehler möchte ich mich entschuldigen. Ich habe Nichts mehr von dir zu erwarten und wenn du mich hasst und denkst ich wäre ein Psycho würde ich dir das auch niemals übel nehmen. Höchstens mir selber, dass es ja hätte klappen können wenn ich nicht so rumgecreept hätte.
Ich bin mir sicher, wenn wir uns nüchtern kennenlernen würden und du mir eine Chance gibst, dass wir eine sehr schöne Zeit miteinander haben würden und wir sehr viel zusammen lachen würden.
Gerade am Anfang wenn wir etwas zusammen unternehmen als Paar wie zum Beispiel in die Öffentlichkeit gehen…. Man sollte sich vielleicht Gedanken machen wo wir hingehen da ich sicherlich weinen werde vor Freude. Wenn du mich blockierst, klar werde ich traurig sein und einige Monate weinen. Danach geht mein Leben jedoch ganz normal weiter. Ich würde solche Momente trotzdem gerne mit DIR erleben . Falls du immer noch denkst ich sei ein Psycho, und die Antwort nein niemals sein sollte… bitte blockier mich direkt. Dann kann ich mir meinen Teil denken und mein Herz kann weiter ziehen. Ich bin gerne bereit mich zu blamieren oder über meine Grenzen hinaus zu gehen und dich zu erobern. Ich werde dir aber nicht nachlaufen.
Sicherlich hätten wir eine tolle Zeit miteinander. Mit meiner verrückten Art zeige ich dir meine Gefühle und bringe dich besonders oft zum Lachen. Ich bin mir ziemlich sicher, zusammen wären wir voll das Powerteam und andere Menschen würden es wahrnehmen wie verliebt wir wären. Für mich wäre es wirklich eine Ehre dein Partner sein zu dürfen und ich würde mir als Ziel setzen dich besonders glücklich zu machen und dich zum Lachen zu bringen. Wenn ich jetzt die Wahl hätte zwischen 1 Millionen Euro und einer Partnerschaft mit dir… Ich wähle dich. Bei 5 Millionen Euro auch. Bei 10 Millionen Euro nicht mehr.
Aber nun ja… ich erzähle fast wieder nur von mir. Während es um dich geht…
Ich weiß es ist nicht leicht mir jemals zu vertrauen und dich auf mich einzulassen, nachdem was passiert ist. Mir würde es jedoch viel bedeuten. Mehr als du dir vorstellst.
In der ganzen Zeit seitdem ich dich kennen gelernt habe, habe ich keinmal daran gedacht wie wir Sex haben. Ich frage mich was Besorgnis erregender ist : Dass ich als Mann bei dir nicht an Sex denke oder dass ich mir diverse Situationen mit dir vorstelle, wie zum Beispiel wie wir in Köln Rolltreppe fahren und ich dabei weine weil ich den Moment so schön mit dir finde.
Wie ich auf so einen Text in deiner Situation reagieren würde ? Ich weiß es nicht. Ich bin denke bei dir unten durch und weiß nicht was ich machen könnte um dein Vertrauen zu gewinnen.
Auch wenn du mich nicht möchtest, diese Momente beim Schreiben waren wieder einmalig und werden einen besonderen Platz in meinem Herzen einnehmen. Es war schön, dass ich nicht die ganze Zeit geweint habe weil ich es verbockt habe und deshalb traurig war. Ich musste allerdings öfters weinen als ich mich in die Situation hineinversetzt habe wie wir etwas zusammen unternehmen wie durch die Stadt schlendern, etwas zusammen essen oder Rolltreppe fahren usw… Ich habe mir wirklich vorgestellt wie wir eine verfickte Rolltreppe hochfahren und dabei geweint… Natürlich nicht normal nebeneinander stehend... So ein Freak bin ich auch nicht. Romantisch meine ich es. Ich halte deine Hand, lächle dich an und gebe dir einen Kuss auf deine Stirn während uns die ersten Sonnenstrahlen ins Gesicht scheinen.
Hiermit wollte ich mich nochmals entschuldigen. Du bist eine tolle Frau die nur das Beste verdient hat. Ich weiß nicht ob ich das Beste für dich bin. Ich weiß nur ich würde mein Bestes geben um dich glücklich zu machen.“
Das Gedicht, welches ich dir damals geschrieben habe.
Dies ist mein Gedicht an dich.
und ich lasse dich wissen,
wie schmerzhaft für mich…
es ist, Dich zu vermissen.
In Gefühlen dieses Gedicht geschrieben,
die Vorstellung wie schön es wäre,
jemanden wie dich zu lieben.
Für mich eine absolute Ehre.
Während ich das Schreibe,
quasi vor mich hin leide,
Muss nicht nochmal erwähnen…
…natürlich fließt es Tränen.
Meine Art dir zu zeigen, dass ich dich mag,
ich möchte nicht creepy erscheinen,
es ist so wie ich es sag‘
kann dies nicht Schreiben ohne zu weinen.
Gibst du mir die Chance, wärst du nicht mehr allein.
Wahnsinn wie gern würde ich dein Partner sein.
Und mach dir kein Kopf was werden wir machen,
ich bin mir sicher:
Wir werden sehr viel Lachen.
Ein weiterer Text den ich dir schrieb
„Hallo T.
Du wunderst dich wahrscheinlich warum ich dir wieder oder immer noch schreibe. Weil du einzigartig und etwas Besonderes bist. Ich habe noch nie eine Frau getroffen die mich so fasziniert hat wie du. Dass du es nicht leicht hast, und den Schmerz den ich in deinen Augen gesehen habe, machen es umso interessanter. Gerade weil du so verrückt bist möchte ich dich als Partnerin haben und dir helfen. Alles Andere wäre viel zu leicht und unspektakulär.
Für mich gibt es nichts Schöneres als dich Kennenzulernen und irgendwann mal dein Partner sein zu können. Mir wäre es egal ob wir uns jemals berühren oder Sex haben. Darum geht es mir nicht. Dein Lächeln würde mir genügen, damit mein Herz anfängt zu hüpfen. Mal mich mit dir zu unterhalten, oder zusammen mit dir Aftern… Für mich wäre das ein Traum. Zusammen mit dir in der ersten Reihe tanzen, in verrückten Outfits und jeder würde es sehen, zumindestens bei mir, wie glücklich verliebt ich wäre.
Hast du denn nie an mich Denken müssen? Schließlich haben wir uns ja schon zweimal gesehen beim Aftern…Ich hatte teilweise schlaflose Nächte, bei denen ich mir die ganze Nacht den Kopf zerbrochen habe, was und wie ich dir am Besten schreibe, in Form von einem Text oder Gedichten um dich doch noch irgendwie Kennenzulernen zu Können.
Ich kann dir nicht sagen, ob mein Vorhaben das Beste war oder ich der beste Partner für dich wäre. Aber eins kann ich mit Gewissheit sagen. Ich finde ich sehe dein Potential, hinter diesem ganzen Schmerz wer du eigentlich bist. Und ich bin mir sicher du wirst in diesem Leben keinen Mann mehr finden der dich so lieben wird wie ich. Der wirklich Alles dafür geben würde dein Herz zu erobern. Ein Mann der hunderte Tränen vergießt und trotzdem weiter für dich kämpfen würde obwohl du ihn hasst, Alles nur Negativ siehst und ihn für einen Psycho hälst. Mein Herz kann sich auch kein Szenario ausdenken warum ich nicht um dich kämpfen sollte. Ob du nun Kinder hast, oder Heroin abhängig wärst, oder die Probleme die du jetzt hast, ich habe dir gesagt ich würde dir helfen, dass wir gemeinsam jedes Hindernis bewältigen. Das war damals kein Mist den ich erzählt habe. Ich würde immer noch aus Freude weinen wenn wir zusammen Rolltreppe fahren würden haha. Oder etwas im Restaurant essen, und und und. Klingt zwar extrem schräg und komisch, aber wie unfassbar schön und lustig wäre der Moment wirklich, wenn es dazu kommen würde…. Unbeschreiblich schön.
Mein Ziel wäre es nicht mit dir zu schlafen oder körperlicher Kontakt. Eher dass ich dich jeden Tag zum Lachen gebracht habe und dir das Gefühl zu geben, etwas ganz Besonderes zu sein.
Ich weiß ich werde nie mehr so einen Menschen wie dich treffen. Deshalb fällt es meinem Herz so schwer zu verstehen, nicht mehr um dich zu Kämpfen.
Auch wenn die letzten Monaten sehr schwer und hart für mich waren weil ich nicht wusste warum ich dich nicht lieben darf oder mir teilweise gewünscht habe ich hätte lieber gebrochene Glieder als in dieser Ungewissheit und Hilflosigkeit zu leben.
Mein Antrieb war immer derselbe, und das machte es auch wiederum so unvergesslich schön. Liebe.
Letztendlich möchte ich dir danken, was du für ein wunderbar toller Mensch bist. Jeder Mann kann sich glücklich schätzen so eine Frau an seiner Seite zu haben. Warum ich das sage? Ich kenne dich nicht ? Du kennst mich doch auch nicht. Ich weiß auch nicht wie ich mal wieder in einer Beziehung wäre. Ich weiß allerdings dass ich sehr viel aus Freude weinen würde.
Ich mache dir aber keine Vorwürfe, gerade weil du so viel erlebt hast und es so schwierig für mich ist dich lieben zu dürfen…bist du ebenfalls auch so attraktiv . Ich möchte keine langweilige 08/15 Partnerschaft, ich möchte um das Herz meiner Partnerin kämpfen.
Ich liebe das Leben und ich bin sehr dankbar, dir überhaupt noch Schreiben zu können. Außerdem dass ich gesund bin, zwei gesunde Arme und Beine habe. Es ist denke Alles gesagt meinerseits. Du bist alt genug um zu entscheiden. Kannst es dir ja wieder einfach machen und mich hassen und blockieren. Ich für meinen Teil, gehe gern den schweren Weg, DICH T als Partnerin haben zu wollen.“
Ich bin sehr dankbar für Alles. Und über meine Einsicht die ich damit gewann. Ich möchte nie wieder in diese schmerzhafte Situation gebracht werden und eine Person an Drogen verlieren müssen. Es hat mich harte Drogen richtig hassen gelernt und ich selber möchte auch nie wieder ballern. Keine Chemie mehr. Alleine hätte ich das niemals geschafft. Und das ist nicht mal das Einzige was ich bereits aus Dir gelernt habe. Ich lernte außerdem, dass nicht Einsamkeit in mir wohnt, sondern Liebe. Das Meiste war echt creepy und unlucky wie man sich begegnet ist. Dass meine Aktionen manchmal mega creepy und komisch rüberkamen. Männer machen nun mal dumme Sachen wenn sie verliebt sind. Es schmerzt wieder sehr wenn ich daran denke wie ich nach dem Feiern Sonntags auf einer Wiese saß und dir eine 10 minütige Sprachnachricht aufgenommen habe. Wie ich geweint habe… weil ich es so traurig fande, dass so ein toller Mensch wie Du anscheinend nicht mehr da raus finden möchte. Das, was ich mitbekommen habe von dir, war trotzdem echt umwerfend. Dein Lächeln ist so krass hübsch und deine Augen sind ebenfalls wunderschön. Ebenfalls hast du schon Leute zum Lachen gebracht. Es schmerzt daran zu denken, aber ich kann dir auch nicht sagen wie dankbar ich bin. Diese Erfahrung gemacht zu haben für diese Einsicht gegenüber Drogen. Manche Schmerzen verletzen dich, andere verändern dich. Ich habe allerdings schon lange keinen Menschen mehr getroffen der mich so fasziniert hat und auch so an mir interessiert war. Wie oft habe ich mir Schuldgefühle vorgeworfen in der alten Situation warum ich nicht mehr Eier gezeigt habe und nach deinem Insta gefragt habe…. Jedoch ertappe ich mich auch immer wieder öfters, dass es so unnötig ist über die Vergangenheit nachzudenken. Obwohl sie doch jetzt im Nachhinein so unfassbar wertvoll und positiv für mich war. Ich glaube ich weiß was es ist, was mich diese Momente als negativ denken lässt. Weil wir so niemals zusammen gekommen sind. Ich niemals in die Ehre kam deine Hand zu halten. Dein Lächeln öfters zu sehen. Dir das Gefühl geben können, dass Du etwas ganz Besonderes für mich bist. Weinen, wenn wir das erste mal Rolltreppe fahren. In der Bahn die Leute ansingen um dich zum Lachen zu bringen. Voller Stolz würde ich singen wie fröhlich und geehrt ich bin, dich als Freundin zu haben. Ich ertappe mich wieder wie ich in Gedanken in der Zukunft in möglichen Momenten bin… Diese Art des Denkens bringt mich nicht weiter. Ich möchte im Hier und Jetzt bleiben.
Heute musste ich bis Mittag wieder die ganze Zeit an dich denken. Ob es dir gut geht… Diese Hilflosigkeit dir nicht helfen zu können…Ich werde wieder so traurig, dass mir die Tränen kommen. Obwohl du mir so ein schönes Geschenk gemacht hast, fällt es mir so schwer loszulassen und dich zu vergessen… Ich würde jetzt wieder lieber alle Gliedmaßen gebrochen haben und im Krankenhaus liegen… als ständig an dich denken zu müssen. Und diese Gewissheit zu haben dass es dir gut geht… Dies ist wieder eine der schwersten Zeiten in meinem Leben. Auch wenn ich daraus wieder so viel positive Erfahrungen mitnehmen konnte, ich weiß nicht wie ich mit diesen Gefühlen umgehen soll außer hier zu schreiben und zu weinen. Es schmerzt wieder so, dass ich lieber wieder eine Pause vom Schreiben mache, und versuche mich Abzulenken mit Sport.
Es hält nicht lange und meine Gedanken sind wieder bei DIR. Ich möchte mich wieder in die Höhle des Löwen wagen. Und zwar die Sprachnachricht abhören die ich DIR aufnahm. Eine der besten Entscheidungen meines Lebens. So werde ich immer wieder daran erinnert wie schmerzhaft dieser Moment war und wie unglaublich scheisse Drogen sind. Wie ich unter Tränen geweint habe…dass ich dir helfen möchte, dich liebend gerne mehr kennenlernen möchte... Dir da raushelfen möchte, aus der Szene. Dir auch helfen kann Hilfe zu finden. Mir geht es allerdings nicht mehr darum, ob ich dein Partner sein kann oder nicht. Natürlich wäre das für mich eine absolute Ehre an deiner Seite. Ich weiß nicht ob ich das Beste für dich bin. Ich würde allerdings mein Bestes geben um dir eine sehr schöne Partnerschaft zu bieten. Auch wenn es mich so fertig macht, niemals dein Partner sein zu dürfen, und auch generell wie Alles gelaufen ist… Leider denke ich zu oft an die schmerzhaften Erinnerungen anstatt an die gewonnenen Erfahrungen. Auch wenn mich das Alles sehr mitnimmt und ich seit Monaten fast täglich weine, möchte ich im Grunde genommen nur das es DIR gut geht und DU glücklich bist. Auch wenn es bedeutet, dass wir niemals zueinander finden werden… Diesen Satz kann ich nicht wirklich schreiben ohne zu weinen.
Damals habe ich dir die Neun Seiten aus Angst geschrieben. Aus Angst vergessen zu werden oder dass ich zu wenig von mir preisgegeben hätte. Dies ist mir schon mal passiert, woraus mein erstes Buch resultierte. Dieses Vorhaben ging bei dir leider nach hinten los. Ich konnte leider nicht mehr von dir schreiben weil schon Alles auf Papier war. Du saßt da, hast so gut wie nie etwas gesagt und hast mich die ganze Zeit angestarrt… An diesen Tag habe ich mich im letzten Jahr sehr oft erinnern müssen. Und ich habe mir hunderte Male vorgeworfen, was ich für ein Opfer bin, dass ich dich nicht nach Insta gefragt habe , oder einfach mit deiner Gruppe mit bin. Dieser Tag hätte mein Leben verändert. Ich bin mir sicher wir hätten uns connected, und wären jetzt noch im Kontakt… Wie oft ich mir die Frage gestellt habe, was wäre wenn… wir uns denn kennengelernt hätten. Doch wäre ich dann niemals bei dem heutigen Stand angekommen. Und zwar zu meinem Standpunkt, dass Drogen nicht wirklich geil sind
Sehr froh darüber bin ich, dass ich nun andere Musik höre während ich Dir schreibe. Damals habe ich auf Dauerschleife Cover von Herzschmerz Liedern gehört. Das Cover von Arcade hatte ich damals bestimmt über dreihundert mal gehört. Nun höre ich Dragonball Anime Musik Videos in Hardstyle Variante. Lonely Trunks Sorrow, dieses erinnert mich ebenfalls an Dich. An den Verlust eines geliebten Menschen. Jedoch vermitteln diese Art von Videos doch noch sehr viel mehr Werte wie zum Beispiel Niemals Aufzugeben oder an seine Träume zu glauben.
Die Monate ziehen ins Land, und ich denke immer weniger an Dich. Es fällt mir leichter, mehr mich auf mich zu konzentrieren. Ich betreibe wieder Sport und ich Schreibe wieder. Anscheinend bin ich an dem Punkt angelangt, Dich gehen zu lassen. Loslassen zu können. Auch wenn es unfassbar schwer war, weil ich finde dass du ein einzigartiger, unfassbar toller Mensch bist. Die gefühlt letzten acht Monate, waren einer der schlimmsten emotionalen Erfahrungen die ich bisher gemacht habe im Leben. Trotzdem war sie so lehrreich und hilfreich. Es hat mir sehr geholfen, mich noch mehr zu verstehen und vor allem meine Gefühle besser in den Griff zu kriegen. Ich kann dir gar nicht sagen, wie dankbar ich bin dafür. Du warst meine Muse. Ohne dich und ohne diesen Schmerz und die hunderten vergossenen Tränen, wäre das Alles nicht entstanden. Dir dieses Buch zu schenken, ist das Mindeste was ich dir zurückgeben möchte.
Und während ich diese letzten Worte schreibe,
natürlich fließt es das letzte Mal Tränen…
Liebe T ich hoffe du findest deinen Weg.
Danke für Alles!
Nachtrag
Nach längerer Zeit habe ich das Buch jetzt nochmal von einer anderen Perspektive gelesen . Ich war selbst verwundert welche Wortwahl ich traf und wie unfassbar schwer es mir fiel, es zu lesen. Wahnsinn wie es mein Kopf zum Rasen brachte und wie unfassbar unangenehm es war . Ich schaffte es nicht mal, es zu Ende zu lesen weil es so schmerzte und ich die ganze Zeit weinen musste. Wahnsinn wie aufregend es ist, ich hätte niemals gedacht, dass ich irgendwann auf einen Text treffe der mich so krass bewegen wird. Am liebsten wollte ich das Buch einfach so rausgeben, ohne noch ein einziges Wort lesen zu müssen. Wie schön das wäre. Ich musste da allerdings noch durch. Und Ja es ist teilweise sehr emotional und dramatisch und man denkt sich nur….What…the…fuck…Alter… wie kann man nur so durch sein…. Also ich fragte es mich selber teilweise bei meiner Wortwahl. Teilweise ist es extrem kitschig geworden weil ich im Hintergrund Herzschmerz Lieder in Dauerschleife gehört habe. Wie eine Sau habe ich mich im Leid gewälzt und rumgeweint anstatt mal mehr ins Gym zu gehen. Im Nachhinein kann ich nur darüber lachen und mit den Augen rollen. Es war trotzdem schön diese Phase, da ich daraus lernen konnte.